Schon mal von der blauen und der roten Pille gehört? Nein? Vielleicht aber von Chads und Staceys? Oder von der Blackpill? Wenn einem das alles nichts sagt, hatte man vermutlich noch wenig Überschneidungspunkte mit der so genannten
„Incel-Community“. Als „Incel“, ein Kofferwort zusammengesetzt aus „involuntary“ (unfreiwillig) und „celibacy“ (Zölibat), beschreiben sich junge heterosexuelle Männer, die unfreiwillig im Zölibat leben. Um sich diesen Umstand
zu erklären, finden sich „Incels“ im Internet zusammen und suchen Gründe, oder besser Schuldige für dieses Problem: den Feminismus, die Frauen, das „Weltjudentum“ – die Feindbilder sind schnell gezeichnet. Und wer ein Feindbild hat, kann Rachepläne schmieden und diese auch umsetzen.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Welt der „Incels“, ihre Anschlussfähigkeit an
rechte Ideologien und die Gefahr, die von ihr ausgeht.
Angela Frick ist freischaffende Soziologin und Bildungsreferentin. Sie arbeitet zu den Themen Männlichkeit, Antifeminismus und rechte Geschlechterpolitik.
(A lecture explores the “Incel” community, examining its online culture, links to right-wing ideologies, and the social dangers of its extremist beliefs.)
Die Veranstaltung ist Teil der "Internationalen Wochen gegen Rassismus".
Veranstalter (organizer): Eine Veranstaltung in Kooperation der Landeszentrale
für politische Bildung Heidelberg mit der Volkshochschule Heidelberg
Eintritt (entrance fee): frei (free entrance)
Anmeldung (register here): www.vhs-hd.de oder Tel. 06221 911911
Sprache (language): Deutsch (German)