Dokumentarfilm über verdrängte Solidaritäten nach den rechtsextremen Mordanschlägen in Mölln, Deutschland 2025, 101 Min., Buch & Regie: Martina Priessner, mit Ibrahim Arslan, Havva Arslan, Yeliz Burhan u. a.
„Ein Film der wütend macht. Und ein Film, der gleichzeitig Hoffnung gibt – weil er zeigt, dass es Menschen gibt, die sich gegen das Vergessen wehren.“ (taz)
In der Nacht auf den 23.11.1992 warfen Neonazis in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln Molotowcocktails in zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser. Drei Menschen starben, neun wurden schwer verletzt. Nach diesen Anschlägen verschickten hunderte Menschen Briefe mit Anteilnahmen und Solidaritätsbekundungen an die betroffenen Familien. Diese Briefe wurden
von der Stadt Mölln geöffnet, gelesen und archiviert, ohne sie an die Familie weiterzuleiten. Ibrahim Arslan, einer der Überlebenden der Mordanschläge, erfuhr erst 2019 zufällig von diesen Briefen. Der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“
folgt Arslans Suche nach den Verfasserinnen und Verfassern der Briefe.
(Documentary on hidden solidarity after the 1992 neo-Nazi attacks in Mölln, Germany. Survivor Ibrahim Arslan discovers in 2019 that hundreds of supportive letters sent to victims were never delivered, and he sets out to find their authors.)
Veranstalter (organizer): Augustinum Heidelberg
Eintritt (entrance fee): Regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (7 euros regular / 5 euros reduced)
Anmeldung (registration): Keine Anmeldung erforderlich (no registration required)
Sprache (language): Deutsch, zum Teil Türkisch mit deutschen Untertiteln ( German, partly in Turkish with German subtitles)
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" 2026 statt.