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Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Fast vier Jahrzehnte hat es gedauert, bis eine deutsche Regierung im Jahr 1982 den Völkermord an den Sinti und Roma politisch anerkannt hat. Während dieser Zeit wurde die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gegenüber dieser nationalen Minderheit sowohl in der Geschichtsschreibung als auch in der Gedenkstättenarbeit weitgehend ausgeklammert.

Hier ein Umdenken zu bewirken, hat sich unser Dokumentations- und Kulturzentrum zur vorrangigen Aufgabe gemacht.
Mit Unterstützung der Bundesregierung 1990 in einem Gebäude in der Heidelberger Altstadt eingerichtet, konnte das Zentrum mit der weltweit ersten Dauerausstellung zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma nach mehrjährigen Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen im März 1997 der Öffentlichkeit übergeben werden.
Auf fast 700 qm Ausstellungsfläche wird die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma von 1933 bis 1945 nachgezeichnet: von der stufenweisen Ausgrenzung und Entrechtung im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im nationalsozialistisch besetzten Europa und in Auschwitz.
"Sinti" und "Roma" sind Begriffe aus der Minderheitensprache Romanes, die in den Familien neben der jeweiligen Landessprache als zweite Muttersprache verwendet wird. Dabei bezeichnet "Sinti" die in Mitteleuropa seit dem späten Mittelalter beheimateten Angehörigen der Minderheit, "Roma" diejenigen südosteuropäischer Herkunft.
Der Begriff "Zigeuner", der in seinen Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreicht, ist dagegen eine Fremdbezeichnung durch die Mehrheitsbevölkerung. Von vielen Sinti und Roma wird er als diskriminierend abgelehnt, da dieses Wort meist in abwertendem Sinne verstanden wird. Benutzt man im Kontext historischer Quellen die Bezeichnung "Zigeuner", so müssen die hinter diesem Begriff stehenden Klischees und Vorurteile stets mit bedacht werden.

Besuchergruppen bietet das Zentrum nach vorheriger Anmeldung Ausstellungsführungen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten an. Dabei werden auch aktuelle Fragen nach den Gefahren des Rassismus und Rechtsextremismus diskutiert, denn es ist ein wichtiges Anliegen, die historische Erinnerung an die nationalsozialistischen Völkermordverbrechen als Mahnung angesichts heutiger Menschenrechtsverletzungen und rassistischer Gewalt zu begreifen.

Für ausländische Ausstellungsbesucher steht ein Audioführungssystem in den Sprachen Englisch, Französisch, Japanisch und Spanisch zur Verfügung.
Im Frühjahr und Herbst wird regelmäßig ein Programm mit Vorträgen, Konzerten und Wechselausstellungen zu kulturellen, zeitgeschichtlichen sowie politischen Themen veranstaltet.

Öffnungszeiten & Preis

Dienstag 9.30 - 19.45 Uhr
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 9.30 - 16.30 Uhr
Samstag, Sonntag 11.00 - 16.30 Uhr
Montag sowie an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei.

Kontakt

Tel.: +49 6221 981102
Weitere Informationen finden Sie hier.

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+49 6221 58 44 444

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