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Oper ohne Gesang: das Melodram

Hybridveranstaltung, Vortrag von Prof. Dr. Thomas Betzwieser (Mainz)   Das Melodram zählt zu den merkwürdigsten Erscheinungsformen in der Geschichte des Musiktheaters. Die Verbindung von gesprochenem Text und Musik wurde buchstäblich erfunden, von keinem Geringeren als Jean-Jacques Rousseau. Während die Melodramgattung in Frankreich ein randständiges Kuriosum blieb, fiel das musikbegleitete, hochpathetische Sprechen in Deutschland auf fruchtbaren Boden, vor allem im literarischen „Sturm und Drang“ der 1770er Jahre. Ein Paradigma der Gattung stellt Georg Anton Bendas Medea dar, unbestritten das populärste Melodram, wovon auch zwei unterschiedliche Fassungen zeugen (Gotha 1775 und Mannheim 1784). Das mediale Nebeneinander von gesprochenem Wort und Orchestermusik – nicht selten auch simultan konzipiert – wirft nicht nur Probleme hinsichtlich der Edition solcher Werke auf, sondern ist gleichermaßen auch für die heutige Aufführungspraxis auf der Bühne eine Herausforderung. Prof. Dr. Thomas Betzwieser studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg. Er ist seit 2012 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2009 leitet er das Projekt „OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

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