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Textilsammlung Max Berk

Die idyllisch im Neckartal gelegene Textilsammlung wurde 1978 von dem Heidelberger Fabrikanten Max Berk gegründet und ist seit 1. Januar 2002 dem Kurpfälzischen Museum angegliedert. Sie befindet sich in der 1733 von J.J. Rischer erbauten ehemaligen evangelischen Kirche von Ziegelhausen nebst angebautem Pfarrhaus. Die Ausstellungsfläche beträgt heute ca. 600 m².

Das Museum gliedert sich in mehrere Sammlungsbereiche, von denen manche jedoch nicht ständig zu besichtigen sind, wie z.B. der umfangreiche Fundus von Damenkostümen vom 18. bis 20. Jahrhundert oder eine kleine Sammlung von Puppenhäusern und -stuben.

In den ständig zugänglichen Bereichen findet der Besucher Exponate aus dem außereuropäischen Raum, wie z.B. Textilien aus Indien, Batiken aus Java, Ikats von Bali und peruanische Grabfunde sowie antike Patchwork-Quilts aus England und den USA aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die einen der Schwerpunkte der Textilsammlung Max Berk bilden.
Einen attraktiven Anziehungspunkt stellen aber vor allem die regelmäßig durchgeführten Sonderausstellungen, wie beispielsweise die Europäische Quilt-Triennale dar.

15. April bis 8. Juli 2018

Tradition trifft Moderne. Das alte japanische Handwerk Katagami im zeitgenössischen europäischen Design.

Katagami sind Färbeschablonen aus hochwertigem Papier, in das Ornamente von Hand geschnitten oder gestanzt werden. Die Vielfalt an Beispielen aus der Flora und Fauna, aber auch an geometrischen Formen und deren Kombinationen ist atemberaubend.

Die Katagami dien(t)en zur Bemusterung von Stoffen im Reserve- oder Druckverfahren. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nahmen große Museen in der Schweiz, in Österreich und Deutschland zehntausende Katagami als Sammlungen in ihre Häuser auf. Nach einem langen Dornröschenschlaf ist seit einigen Jahren das Interesse an diesen Färbeschablonen wiedererwacht, wie zahlreiche Präsentationen belegen. Heute begeistern sich – wie im Jugendstil – Designer und Künstler für die Ornamente der Schablonen und entdecken aufs Neue ihr Raffinement oder nehmen in ihren Entwürfen die spezielle japanische Kunstauffassung auf.

Die vom Kreismuseum in Zons konzipierte und 2016 dort gezeigte Ausstellung präsentiert neben vielen Katagami aus eigener Sammlung deren aufregend verwirrende grafische Umsetzungen: In aktuellen Entwürfen finden sich faszinierende Anlehnungen an die Ornamentwelt dieser Schablonen. Einen weiteren Aspekt zeigen Arbeiten von Künstlern und Hochschuldozenten: Soließen Prof. Hansjürg Buchmeier und Prof. Dieter Geissbühler von der Hochschule Luzern (Fachbereich Technik und Architektur) Katagamimuster per Lasertechnik auf große Platten aus Acryl oder Holz umsetzen, die ein Spiel zwischen Licht und Schatten zulassen. Prof. Angelika Rösner von der Hochschule Niederrhein (Fachbereich Textildesign) setzt sich ebf. mitLasertechniken auseinander und schuf eigens für die Ausstellung große, textil anmutende Vorhänge, die eine besondere Beziehung zu Japan herstellen. Erstmals präsentierte Tapetenentwürfe aus der Museumssammlung Prof. Helmut Hahn sowie aus der Sammlung Anneliese Borgs von 1954 laden dazu ein, die Modernität der 50er Jahre zu entdecken.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Zons statt und wird von einem attraktiven Rahmenprogramm begleitet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Öffnungszeiten
Mittwoch, Samstag, Sonntag: 13:00 - 18:00 Uhr
Gruppenbesichtigungen nach Voranmeldung auch außerhalb dieser Zeiten möglich

Preise
Regulär 2,50 €, ermäßigt 1,50 €, Schüler über 16 Jahre 0,50 €

Kontakt
Telefon +49 6221 800317
www.museum-heidelberg.de

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