Neckartal

Ausblick Neckartal

Während Flüsse im allgemeinen, je näher sie ihrer Mündung kommen, an Schönheit verlieren, steigert sich der Neckar. Auf 50 km Länge durchbricht er den Odenwald, gräbt sich tief ein in den Buntsandstein, beschreibt Kehren und Schleifen und gibt den Geologen auch heute noch tausend Rätsel auf. Unmittelbar aus dem Flußbett steigen die steilen Hänge, erreichen eine Höhe von mehr als 400 m über der Talsohle, mächtige Felswände haben den warmen roten Ton, den wir am Schloß und der Alten Brücke in Heidelberg wiederfinden.

Der Neckar ist heute gestaut, eine ganze Anzahl Staustufen verwandeln in einen ungeheuer langen See; das Wilde und Reißende ist abgewandelt in die Idylle. Der Neckar hat etwas Verträumtes; Berge, Wolken, Wälder, Burgen und alte Städte spiegeln sich in seinem glatten Wasser. Aber gerade dieses Zusammenwirken all jener Dinge, die der Mensch liebt und nach denen er sich sehnt, macht den Neckar zu einem wirklichen Fluss. Und es ist sicherlich kein Zufall, dass am Beginn dieses Talabschnitts die alte Kaiserstadt Bad Wimpfen liegt und gerade dort, wo der Neckar das Gebirge wieder verläßt, die Kurfürstenstadt Heidelberg. Alles was wir unter Romantik verstehen, ist hier vereint: Schlösser, Burgen, Ortschaften mit versponnenen Winkeln, wilde Waldschluchten, bizzare Felsen und Schluchten wie die Wolfsschlucht in Zwingenberg, eben eine Welt der Sagen und Märchen. Diese romantische Welt setzt sich auch jenseits der Uferhöhen noch fort. Die Neckartalstraße erschließt die Schönheiten des Odenwaldes und des Flußtales. Da sie keinerlei Steigungen aufweist, ist sie für den Radwanderer ganz besonders geeignet.

Machen Sie doch einen Tagesausflug mit Besuch der Greifenwarte und Bad Wimpfen, oder einen Ausflug nach Hirschhorn, Burg Guttenberg, Burg Hornberg oder Eberbach.

Der besondere Tipp: Die 4 Burgen Tour und die Festung Dilsberg

Nur ca. 10 km von Heidelberg entfernt, liegt Neckarsteinach, das gut mit dem Auto via Ziegelhausen oder mit dem Schiff (Ablegestelle Kongresshaus Heidelberg, Rhein Neckar Fahrgastschifffahrt) zu erreichen ist.

Die Gegend um die 4 Burgen in Neckarsteinach - Vorderburg, die Mittelburg, die Hinterburg und die Schadeck (Schwalbennest) bietet reizvolle Wanderungen jeder Länge mit schönen Aussichtspunkten auf den Neckar. Verbinden Sie Freizeitvergnügen und Kultur!

Nicht weit entfernt, auf der anderen Neckarseite liegt der Dilsberg mit seiner wildromantischen Festung. Seit 988 gehörte der Dilsberg als Teil der zum Forst erklärten Wälder zwischen Neckar, Elsenz und Lein (Wimpfener Bannforst) dem Bistum Worms. Die im Dienst des Königs und der Bischöfe von Worms stehenden Grafen von Lauffen, welche im 11. Jahrhundert im Kraichgau Fuß fassten und dabei auch einen alten Adelssitz in Wiesenbach zu ihrem Wohnsitz ausbauten, dürften sich zunehmend für den bewaldeten Buntsandsteinkegel am Neckar interessiert haben.

Weitere Informationen www.naturpark-neckartal-odenwald.de

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