Burgenstraße

In einer Zeit der Gegensätzlichkeiten tut es gut zu wissen, wo die Welt noch in Ordnung ist, so man zwischendurch auf der Suche ist. Die Burgenstraße zwischen Mannheim und Prag bietet jedenfalls viele Möglichkeiten, in die vermeintlich gute alte Zeit einzutauchen. Die mag damals aus der Sicht der Zeitgenossen vergleichsweise auch nicht besser gewesen sein. Auf uns macht sie aber jetzt mit ihren stabilen steinernen Zeugen und spannenden Geschichten fast ein wenig den Eindruck des Unvergänglichen und Überschaubaren. Manche meinen, dass dies in bestimmten Stimmungslagen, die der Mensch einfach braucht, Geborgenheit und Sicherheit in einer turbulenten Zeit verspricht...

Wer dem auf den ersten Blick etwas eigentümlichen Verlauf der Burgenstraße folgt, mag sich denken, dass die Straße sich ihren Weg nahezu selbstverständlich durch Bilderbuchlandschaften und kommt immer wieder in Städte, wo man die "gute alte Zeit" spüren kann.

Das Neckartal, der Verlauf der Jagst und der Tauber zählen zu den zauberhaften Eindrücken entlang der Straße, bevor mit Nürnberg etwa der halbe Weg absolviert ist. Nicht weniger charmant begleiten dann die Landschaften der Fränkischen Schweiz, des Mains, des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges die Burgenstraße, bevor Böhmen den Gast empfängt. Dort führt der Weg zu mächtigen Burgen und prächtigen Schlössern, und am Ende der Reise setzt die Burgenstraße mit Karlstein und Prag ihrer Bezeichnung die Krone auf. Obwohl die Burgenstraße ihre Attraktionen wie an einer Perlenkette aufreiht, war damit nie die Idee verbunden, die Straße durchgängig und auf einmal zu befahren.

Auf der fast 1000 Kilometer langen Route von Mannheim bis nach Prag ist das Neckartal besonders attraktiv. Sehr sehenswert: die Burg Guttenberg. Sie beherbergt auch die Deutsche Greifenwarte von Claus Fentzloff.

Weitere Informationen www.burgenstrasse.de

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