Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg
Seit 1908 lädt das wunderschöne Palais Morass, eines des besterhaltenen Barockpalais der Heidelberger Altstadt, zum Verweilen in den Räumlichkeiten des Kurpfälzischen Museums ein. Hinter seinen Mauern verbergen sich kostbare Sammlungsbestände zur Kurpfalz - das wertvolle Tafelsilber der Kurfürstin Elisabeth Augusta aus dem 18. Jh. ebenso wie die zeitgleiche bedeutende Sammlung Frankenthaler Porzellans und exklusiv eingerichtete Stilräume, die dem Besucher einen zauberhaften Einblick in die Wohnkultur vergangener Jahrhunderte gewähren. Von dort gelangt der Besucher in die Bereiche der Gemälde- und Skulpturengalerien, die Exponate vom 15. bis 20. Jh. zeigen. Einer der Höhepunkte des Rundgangs ist der Zwölfbotenaltar des bedeutenden Bildhauers Tilman Riemenschneider, in den angrenzenden Räumlichkeiten befinden sich die Werke der Sammlung Posselt – kostbarste Stillleben aus ehemaligem Heidelberger Privatbesitz - und Gemälde aus der Zeit der Heidelberger Romantik. Die archäologische Abteilung des Hauses präsentiert Funde von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Römerzeit. Eindrucksvoll ist hier bereits der Einstieg in die Präsentation der archäologischen Funde mit den Resten der ehemaligen Römerbrücke (frühes 3.Jh.n.Chr.)
Im Kupferstichkabinett des Kurpfälzischen Museums, einer der größten südwestdeutschen Sammlungen, werden rund 19.000 graphische Blätter verwahrt, davon etwa 6.000 Handzeichnungen. Sammlungsschwerpunkte bilden neben Heidelbergensien, Darstellungen der Stadt, ihrer Bauten und historischen Ereignisse, die Arbeiten kurpfälzischer Hofkünstler und vor allem die reichen Bestände an Werken der aus Heidelberg stammenden oder für die Stadt bedeutsam gewordenen Romantiker. Zu den wichtigsten Zeugnissen romantischer Kunst in Deutschland überhaupt zählen die Porträtzeichnungen und Landschaften Carl Philipp Fohrs und die Landschaftsdarstellungen von Carl Rottmann und Ernst Fries.
Seit Eröffnung des Neubaus 1991 umfasst das Museum die Abteilungen Gemälde- und Skulpturensammlungen (15. – 20. Jh.), Kunsthandwerk, Graphische Sammlungen, Archäologie, Stadtgeschichte, Kurpfalz und Museumspädagogik. Die Textilsammlung Max Berk in Ziegelhausen gehört seit Januar 2002 als Außenstelle zur Abteilung Kunsthandwerk des KMH.
Adresse: Hauptstraße 97
69117 Heidelberg
Telefon +49 6221 58340 00 oder -020 (Sekretariat und Kasse)
Internet www.museum-heidelberg.de
Hinweis: Aufgrund von Renovierungsarbeiten bleiben der Neubau des KMH (Gemäldegalerie 19./20. Jh.) und die Archäologische Abteilung bis voraussichtlich Ende des Jahres geschlossen.
Öffnungszeiten
Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr, Montag geschlossen (ebenso geschlossen am 24., 25. und 31.12., 1.1., Fastnachtsdienstag und am 1. Mai)
Preise:
Erwachsene: wochentags 3,00 €, sonn- und feiertags 1,80 €
ermäßigter Eintritt: wochentags 1,80 €, sonn- und feiertags 1,20 €
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freien Eintritt
Nähere Informationen erteilt die Museumskasse. Führungen nach Voranmeldung, Tel. 5834-000, Schulklassen: Nur Eintritt, keine Führungsgebühr, Tel. +49 6221 5834560
mit HeidelbergBeWelcomeCARD ermäßigt 1,80 € (wochentags), 1,20 € (Sonn- und Feiertage)




