Heidelberg - Stadt der Wissenschaft
Die 1386 gegründete Ruprecht-Karls-Universität hat als älteste Universität Deutschlands seit Jahrhunderten eine große internationale Ausstrahlung. Sie zog viele bedeutende Köpfe aus aller Welt nach Heidelberg, die von hier aus Geschichte machten. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einer regelrechten Gelehrtenrepublik.
Interessanter Link zum 625-jährigen Jubiläums 2011: www.dem-lebendigen-geist.de
Tradition hat auch Heidelbergs Führungsrolle in der Krebsforschung: der Mediziner Vinzenz Czerny zog mit seinem 1903 gegründeten „Institut für experimentelle Krebsforschung“, dem Vorläufer des heutigen Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Patienten aus ganz Europa an. Währenddessen erlebten die Naturwissenschaften im Zusammenwirken von Robert Wilhelm Bunsen, Gustav Robert Kirchhoff und Hermann von Helmholz eine Sternstunde.
Geistig rege und internationaler denn je ist die Heidelberger Universität heute. In weltweiten Universitätsrankings schneidet sie hervorragend ab. Mittlerweile stammen 20 Prozent der Studierenden und 10 Prozent der Lehrkräfte aus dem Ausland. 2008 wurde Heidelberg zu einer von neun bundesdeutschen „Eliteuniversitäten“ berufen und war außerdem mit der Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS) und einem interdisziplinären Exzellenzcluster erfolgreich.
Die Universität prägt auch heute Wirtschafts- und geistiges Leben der Stadt. Das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), vier Max-Planck-Institute und die Akademie der Wissenschaften sind Großforschungseinrichtungen von internationalem Rang und Ruf. Aus ihren Reihen wurde dieses Jahr der neunte Heidelberger Nobelpreisträger gekürt: Professor Harald zur Hausen, von 1983 bis zu seiner Emeritierung 2003 Vorstandsvorsitzender des DKFZ, für die Entdeckung, dass Viren die Ursache von Gebärmutterhalskrebs sind.
In der Vergangenheit wurde die fruchtbare Zusammenarbeit von Forschern und Unternehmern in einer großen Fördermittelausschreibung des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet und mit 80 Mio. Euro prämiert. Die Metropolregion Rhein-Neckar (Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg) wurde zum Innovationsstandort Nummer eins in Deutschland gekürt, beide eingereichten Cluster (Netzwerke eng zusammenarbeitender Unternehmen) sind unter den bundesdeutschen fünf Gewinnern. Am Biotechnologie-Cluster sind über 100 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beteiligt. Im Netzwerk „organische Elektronik“ sind unter anderem die Universitäten Heidelberg und Mannheim, sowie die hiesigen Großunternehmen BASF, Freudenberg, Heidelberger Druckmaschinen, Merck, Roche und SAP engagiert.
Die Förderung innovativen, eigenständigen Denkens ist aber nicht nur den Bereichen Universität und Wirtschaft vorbehalten. Vielfältige Möglichkeiten gibt es auch für Kinder, beispielsweise das Explo Heidelberg, ein außerschulischer Lernort, an dem Kinder und Jugendliche in Experimenten und Projekten den Grundphänomenen der Naturwissenschaften auf die Spur kommen.
Ein weiteres, schönes Beispiel ist auch das neu eröffnete „Museum am Ginkgo“, ein Anbau des Carl Bosch-Museums im ehemaligen Garagenhaus der Villa Bosch. Museumsdirektorin Gerda Tschira vermittelt hier Vor- und Grundschulkindern spielerisch chemische Prozesse.
Die Heidelberger Bibliotheca Palatina, eine der wertvollsten Sammlungen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, ist jetzt komplett digitalisiert und online verfügbar gemacht unter palatina-digital.uni-hd.de.
Weitere interessante Informationen finden Sie auf den Seiten www.heidelberg.de in der Rubrik Bildung, Wissenschaft und Forschung.
Advanced Training Centre des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) eröffnet
Mit dem Advanced Training Centre (ATC) gewinnt der Wissenschaftsstandort Heidelberg international noch mehr an Bedeutung. Das Gebäude erlaubt es, bis zu 6.000 Kurs- und Konferenzteilnehmer aus dem In- und Ausland pro Jahr aufzunehmen. Der wissenschaftliche Austausch und die Weiterbildung stehen dabei im Mittelpunkt.
Das EMBL Advanced Training Centre bietet mit dem Audito-rium für 450 Zuhörer und den großzügigen Ausstellungsflächen für Posterpräsentationen einen einzigartigen Rahmen für wissenschaftliche Konferenzen und Veranstaltungen. Für die praktische Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses stehen hochmoderne Lernlabore und Computerräume zur Verfügung.
Die Architektur des Gebäudes ist in seiner Struktur der Doppelhelix nachempfunden, dem Träger der Erbinformation DNA. Die Gesamtfläche beträgt etwa 17.000 qm und bietet neben der Infrastruktur für Kurse und Konferenzen geeignete Räumlichkeiten für öffentliche Veranstaltungen, Lehrerfortbildungen und Besucher.
Weiter Informationen finden Sie unter www.embl-heidelberg.de
Neuer Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg
Dr. Klaus Plate geht – Dr. André H.R. Domin kommt
Als Gründungsmitglied ist der Technologiepark Heidelberg seit 1984 Teil des weltum-spannenden Netzwerks der „International Association of Science Parks (IASP)“, Dr. Klaus Plate war von 2000 bis 2002 deren Präsident. In zahlreichen internationalen, vor allem europäischen Verbänden und Projekten ist der Technologiepark Heidelberg tätig. Sein „Sisterpark“ Netzwerk umfasst 26 Partner in Amerika, Asien und Europa. Die Kontakte zu diesen wichtigen internationalen Zentren wird Dr. Plate weiterhin als Berater betreuen.
Dr. André H.R. Domin hat am 01.04.2010 die Geschäftsführung der Technologiepark Heidelberg GmbH übernommen. Von 2004 bis 2007 war er Geschäftsführer des BioRegio Jena e.V. und Projektmanager im BioInstrumenteZentrum Jena. Anschließend wurde er Geschäftsführer der BIO-NET Technologietransfer GmbH der BIO CITY LEIPZIG und war mitverantwortlich für die Aktivitäten der sächsischen Koordinierungsstelle biosaxony in Dresden. Vor seinem Wechsel nach Heidelberg leitete er zudem die Geschäftsstelle der mit 38 Mio. finanzierten epidemiologischen Studie LIFE der Universität Leipzig im Rahmen der Landesexzellenzinitiative des Freistaates Sachsen.
Interessante Links zum Thema Wissenschaft:
Universität Heidelberg www.uni-heidelberg.de
Deutsches Krebsforschungszentrum www.dkfz.de
Max-Planck-Institut www.mpil.de
European Molecular Biology Laboratory www.embl-heidelberg.de
Universitätsklinikum Heidelberg www.klinikum.uni-heidelberg.de
Technologiepark Heidelberg www.technologiepark-heidelberg.de
ExploHeidelberg www.explo-heidelberg.de




